Ex Omnium Rerum Perturbatio Emergat Forma (2009)
Eine interaktive audio-visuelle Computer-Installationvon Hans H. Diebner
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Hans H. Diebner: Ex omnium rerum perturbation emergat forma. Screenshots 2009. |
Die nichtlineare und chaotische Grundstruktur der Zelldynamik ermöglicht die Emergenz von global kohärenten Mustern. Dabei evozieren von aussen eingebrachte Stimulationen Schwingungen in einzelnen Zellen, die dann ihren dynamischen Zustand an die gekoppelten Nachbarzellen weitergeben und so das globale Synchronisationsmuster auslösen. Bei der Installation Ex Omnium Rerum Perturbatio Emergat Forma ist es die RezipientIn, die durch ihre Bewegung vor der Projektion den Stimulus beisteuert. Die Bewegung wird über eine Echtzeit-Videoverarbeitung an das gekoppelte Netzwerk weitergeleitet.
Die konkrete audio-visuelle Umsetzung erinnert an die Wellenbildung eines Ozeans und das zugehörige Rauschen und Brechen der Wellen. Der Ozean stellt eine besonders attraktive Metapher für das Auftauchen von Leben aber auch von "Wahrheit" dar - möglicherweise in Form einer zerstörerischen Gewalt wie Moby Dick und hat damit auch immer etwas Bedrohliches.