HANS H. DIEBNERs SEITE ZUR PERFORMATIVEN WISSENSCHAFT
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ALLGEMEINE ANMERKUNGEN ZU MEINER FORSCHUNGAKTIVITÄT

Meine Forschungsinteressen kreisen um das Thema Komplexität. Dazu zählen einerseits die Modellierung und Simulation von nichtlinearen Systemen, agenten-basierten Systemen, künstliche Intelligenz, Gehirndynamik, anderseits aber auch die philosophischen und epistemologischen Probleme, die sich im Zusammenhang zur Kybernetik und Komplexitätsforschung ergeben. Durch mein Engagement in den Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz stehen ökologische und soziobiologische Systeme oft im Mittelpunkt meines Interesses. Wegen der zunehmenden "Virealität" (Koppelung substanzieller und virtueller Realitäten) unseres Lebens betrachte ich auch das Internet als Teil der Umwelt, was neue ökologische Konzepte nach sich zieht, um beispielsweise auch den Wechselwirkungen mit künstlich intelligenten "Knowbots" im virtuellen Raum Rechnung zu tragen. Man kann hier in Anlehung an Gregory Bateson von einer "Ökologie des Geistes" reden. Dies wiederum bedeutet einen Einbezug informations- und techno-ethischer Aspekte.

Künstlerische Vorgehensweisen spielen eine ausgezeichnete Rolle in meinen Überlegungen und meiner Forschung. Den Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft nenne ich performative Wissenschaft. Ein weiterer Dialog, der konstituierend für meiner Forschungstätigkeit ist, wird durch das Interface zwischen Hermeneutik und Systemtheorie induziert. Ich nenne dieses Verhandlungsprinzip "operationale Hermeneutik".

Seit Januar 2006 bin ich Projektleiter der "Grundlagenforschung zur performativen Wissenschaft" am Institut für Neue Medien in Frankfurt/Main. Zudem bin ich Manager der Kategorie Kunst- und Wissenschaft im MARCEL Projekt, einem permanenten interaktiven Breitband-Netzwerk und Website, die künstlerischen, erzieherischen und kulturellen Experimenten sowie dem Austausch von Kunst und Wissenschaft und der Kooperation zwischen Kunst und Industrie gewidmet ist.

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