HANS H. DIEBNERs SEITE ZUR PERFORMATIVEN WISSENSCHAFT
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NICHTLINEARE DYNAMIK UND CHAOS

Der Rössler-Attraktor (rechts dargestellt als Rapid-Prototyping-Form, von meinem früheren ZKM-Kollegen Florian Grond hergestellt) erhielt seinen Namen nach Otto E. Rössler, der in Tübingen lebt und an der dortigen Universität arbeitet.

Nach anfäglichen Zweifeln noch bis in die 1990er Jahre hinein, ob Chaosforschung überhaupt eine relevante Forschungsrichtung darstellt oder mit den Fraktalen und Attraktoren nur einen mathematik-ästhetischen Beitrag liefert, zweifelt heute niemand mehr daran, dass Chaos ein konstituierender Mechanismus von komplexen, vor allem lebenden Systemen ist. Natürlich ist auch heute das Thema nahe am Mystizismus, wie Christoph Holzhey ganz richtig feststellt, aber das muss man zugunsten eines Fortschritts aushalten, wenn es denn überhaupt einen Nachteil darstellt. Die mystischen Ausführungen mit zahlreichen buddhistischen Anspielungen, die sich um die Teilchenpyhsik ranken, sind wesentlich ausgeprägter und niemand zweifelt daran, dass diese Forschung substantielle Erkenntnisse liefert.

Eine exzellente Einführung in Chaos findet man auf scholarpedia.org. Speziell siehe auch Rössler-Attraktor und Hyperchaos. Mein früherer Kollege Sebastian Fischer hat einen Chaosmanipulator mit GUI programmiert um einige Eigenschaften von Chaos zu erkunden.
Rossler attractor
Rapid prototyping-Form des Rössler-Attraktors von Florian Grond.

GEMEINSAME PUBLIKATIONEN MIT OTTO E. RÖSSLER

WEITERE PUBLIKATIONEN ZU NICHTLINEARITÄT UND CHAOS

LYAPUNOV-EXPONENTEN

Einer unserer Forschungsschwerpunkte ist die Untersuchung von Lyapunov-Exponenten. Mein Dank gilt hier vor allem Florian Grond, dem ich viele Einblicke in die Wirkungsweise von chaotischen Dynamiken verdanke. Zusammen mit Florian sind einige Publikationen zur numerischen Berechnung von Lyapunov-Exponenten zustande gekommen (siehe oben).

CHAOTIC ITINERANCY

Anlässlich eines Forschungsaufenthalts an der Hokkaido-Universität Sapporo vom 21. Januar bis 29 März 2005 setzte ich mich mit dem Konzept der Chaotic Itinerancy von Ichiro Tsuda auseinander. Es kam folgende Publikation zustande:
Hans H. Diebner and Ichiro Tsuda: Fundamental Interfaciology: Indistinguishability and Time's Arrow. In: Michel Petitjean (Ed.): Proceedings of FIS2005 - The Third Conference on the Foundations of Information Science. MDPI online: http://www.mdpi.org/fis2005/proceedings.html (2005).

UMWELTSYSTEMWISSENSCHAFTEN

Im Rahmen von drei Lehraufträgen an der Universität Graz im Sommersemester 2004, Sommersemester 2007, sowie Sommersemester 2008 rückten nichtlineare Ökologie- und Populationsmodelle in den Mittelpunkt meines Interesses. Hier gibt es eine Sammlung nützlicher Links zur Populationsdynamik.

CHAOS UND KUNST

Das Thema Chaos hat viele Künstler und Kuratoren zu Installationen bzw. Ausstellungen inspiriert. Siehe hierzu eine kleine Liste zu Chaos und Kunst.

CHAOS UND MYTHOLOGIE. EINE KLEINE LISTE INTERESSANTER LINKS:

Hun Tun
Tiamat
Anaxagoras