Hans H. Diebner
(*1960). Derzeit bin ich freier Mitarbeiter und Projektleiter am Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main. Im Jahre 1994 schloss ich mein Physikstudium an der Universität Tübingen mit einer von Prof. Otto E. Rössler betreuten Diplomarbeit über exakt-reversible Algorithmen für Molekulardynamik-Simulationen ab. Nach Vorlage der ebenfalls von Rössler betreuten Dissertation "Zeitabhängige deterministische Entropien und dissipative Strukturen in exakt-reversiblen Newtonschen molekulardynamischen Universen" wurde ich im Dez. 1998 promoviert. Während dem Doktorat und danach als Postdoc war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Biometrie der Universität Tübingen in der Arbeitsgruppe von Prof. Klaus Dietz. Mein Forschungsgebiet war die immuno-epidemiologische Modellierung von Malaria und anderen Infektionskrankheiten.Die Erforschung komplexer Systeme zieht sich als roter Faden seit meiner Diplomarbeit durch mein wissenschaftliches Leben. Seit etwa 1999 liegt der Schwerpunkt auf Grundlagenforschung zur performativen Wissenschaft - ein Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft. Ich unternehme hierbei den Versuch, Phänomenologie und Wissenschaft zu verbinden. Von 1999 bis 2005 betrieb ich diese Forschung als Leiter des Instituts für Grundlagenforschung am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe, seit 2006 am INM Frankfurt. Ein Buch zu den Ergebnissen der Grundlagenforschung am ZKM ist im Jahre 2006 unter dem Titel Performative Science and Beyond - Involving the Process in Research im Springer-Verlag erschienen.
Über meine Forschungstätigkeit hinaus bin ich sehr engagiert, für das interdisziplinäre Gebiet zwischen Kunst und Wissenschaft Konzepte zur Lehre zu entwickeln. Ich begleite Lehraufträge und Gastprofessuren in natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen sowie an Kunsthochschulen.
Chronologische CV:
1. Januar 2006 - dato:
Leiter des Projekts Performative Wissenschaft am INM-Institut für Neue Medien, Frankfurt am Main.
Juli 2004 - dato:- Forschung zwischen Kunst & Wissenschaft. Siehe hierzu auch meine Website zur performativen Wissenschaft.
- Kuratorische Tätigkeiten, z.B. Ausstellung im Kontext meiner INM-Forschung.
- Gestaltung interaktiver Medieninstallationen, hauptsächlich zu wissenschaftlichen Inhalten (komplexe Systeme).
- Auftragstätigkeiten im Bereich Web-Publishing (Gestaltung & Content Management).
Kategorienmanager der Art & Science-Kategorie im MARCEL-Projekt: "A permanent
broadband interactive network and web site dedicated to artistic, educational and cultural experimentation, exchange between art and
science and collaboration between art and industry."
Sommer-Semester 2004, 2007-2011:
Lehrauftrag an der KF-Universität Graz am ISIS-Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung im Bereich der qualitativen Umweltsystemwissenschaften.
9. - 12. November 2009:
Lehrauftrag an der Hochschule der Künste, Bern am Institut für Interdisziplinarität. Verantwortlich für die Toolbox "Physik für Künstler".
5. Januar - 13. Februar 2009:
Lehrauftrag an der Universität Bern am Institut für Erziehungswissenschaft. Verantwortlich für das Modul 16 "Medien - Kunst - Netz" des "Master of Advanced Studies in Fachdidaktik - Kunst und Gestaltung".
1. Juni - 15. Juli 2007:
Gastprofessur an der Universidad de Los Andes, Bogota. Sommerkurs "Between Arts and Science" zusammen mit Andres Burbano.
1. Juli 1999 - 31. Dez 2005:
Gründungsleiter des Instituts für Grundlagenforschung am Zentrum für Kunst und Medientechnolgie, Karlsruhe.
Sommer-Semester 2005:
Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. Seminar: Performative Wissenschaft.
21. Jan - 29. März 2005:
Gastwissenschaftler bei Prof. Ichiro Tsuda, Hokkaido University, Faculty of Science,
Institute for Mathematics, Sapporo. Unterstützt vom DAAD und JSPS.
Oktober 2003:
Organisation des Symposiums Space-Time Physics, Transfinite Mathematics and
Computer Art" - Ein internationales Symposium. ZKM, Karlsruhe. Zum Symposium sind Proceedings unter dem Titel
Space-Time Physics and Fractality erschienen.
Winter-Semester 2003/2004:
Organisation (zusammen mit Paul Modler, HfG) des zweiwöchentlichen Seminars zu
Sonifikation and Audifikation
an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.
Juli 2003:
Organisation (zusammen mit Lehan Ramsay, Future University, Hakodate) des Symposiums
"Hierarchies of Communication" - An inter-institutional and
international symposium on aspects of communication on different scales
and levels. ZKM, Karlsruhe. Proceedings: Hans H. Diebner and Lehan
Ramsay: Hierarchies of Communication. ZKM, Karlsruhe, 2003.
Winter-Semester 2000/2001:
Organisation des interfakultativen Kurses "Komplexität" in Kooperation mit der
Universität Karlsruhe. Veranstaltungsort: ZKM, Karlsruhe.
Vorlesungsskript: Hans H. Diebner (Hsg.), Studium generale zur
Komplexität. Genista, Tübingen 2001.
Mai 2000:
Organisation (mit Tim Druckrey und Peter Weibel) des Symposiums
Sciences of the Interface - An international symposium on the historical, philosophical, mathematical, physical, biological, social, artistic and technical aspects of the interface.
Veranstaltungsort: ZKM, Karlsruhe. Proceedings: Hans H. Diebner, Timothey Druckrey, Peter Weibel:
Sciences of the Interface, Genista, Tübingen, 2001.
Oktober 1997 - Juli 1999:
Wissenschaftliche Hilfkraft und Postdoc am
Institut für Medizinische Biometrie,
Universität Tübingen bei Prof. K. Dietz. Vorlesungen und Kurse in
"Bio-Mathematik für Medizinstudenten". Biometrische Beratung bei
Medizinischen Forschungsvorhaben.
Dezember 1998:
Doktoratsrigorosum. Dissertation zu
Zeitabhängige deterministische Entropien und
dissipative Strukturen in exakt-reversiblen Newtonschen
molekulardynamischen Universen an der Fakultät für Chemie und
Pharmazie an der Universität Tübingen. Erschienen im Grauer-Verlag,
Stuttgart, 1999. Doktorvater: Prof. O.E. Rössler.
März 1994:
Diplom in Physik. Diplomarbeit zu "Exakt-reversible Algorithmen für
Dynamiksimulationen" in der Abteilung Theoretische Chemie der
Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Astrophysik, Abteilung Computational Physics, Universität Tübingen.
Diplomvater: Prof. O.E. Rössler.
Oktober 1986:
Immatrikulation an der Universität Tübingen für ein Physikstudium.