Biofeedback-Methoden in Kunst und Wissenschaft

Zusammengestellt von Hans H. Diebner

Achtung! Diese Seite wird seit Juli 2014 nicht mehr gepflegt bzw. erweitert. Aufgrund der Verlinkungen bleibt sie jedoch weiterhin bestehen. Grund ist, dass sich Biofeedbackmethoden als künstlerisches Ausdrucksmittel m.E. verlebt haben.

Unter Biofeedback versteht man Techniken, um die nicht bewußt wahrgenommenen, bzw. primär gar nicht wahrnehmbaren physiologischen Zustände des menschlichen Körpers über Singal-Wandler sinnlich und bewußt wahrnehmbar zu machen. Die Herzfrequenz ist beispielsweise nur bei starken Belastungen und bei Herzrhythmusstörungen teilweise unmittelbar wahrnehmbar. Wird die Herztätigkeit aber gemessen und das Signal beispielsweise in Töne oder Bilder umgewandelt, dann ist dieser physiologische Vorgang sinnlich für uns wahrnehmbar. Das biologische/physiologische Signal wird also an Sinneskanäle zurück gekoppelt - daher der Begriff "Biofeedback". Diese Rückkopplungen können therapeutisch in der Medizin benutzt werden, um physio-pathologische Vorgänge bewußt werden zu lassen. Man erhofft sich damit eine bewußte mentale Kontrolle der Störungen durch den Patienten.

Nun ist Biofeedback leider auch ein Thema, das sich häufig ins Esoterische erstreckt und manchmal sogar sektiererische Züge annimmmt. Ideen, wie beispielsweise die Steuerung von äußeren Vorgängen in der Welt rein durch Kraft der Gedanken, sind zwar ausgezeichnete Science Fiction Stoffe, aber im wissenschaftlichen Nutzen und Realisierbarkeit zweifelhaft. Die im Folgenden gelisteten Seiten sollten daher mit Umsicht aufgesucht werden. Es gibt sehr interessante Projekte. Dennoch, meines Erachtens verspricht Biofeedback oft mehr als es halten kann. Die Gewichtung liegt auf künstlerischen Projekten. Einige Zitate sind original englisch wiedergegeben. Biofeedback hat Medienkünstler enorm inspiert und gleichzeitig geht auch von ihren Arbeiten eine Inspiration aus. Es wundert so gesehen kaum, dass ein wichtiges Buch zur Einführung in Biofeedback von einem Musiker stammt. Der folgende Überblick beginnt daher mit einem Zitat aus David Rosenbooms Buch "Biofeedback and the arts: results of early experiments", 1975.

Definition (von David Rosenboom):

Der Begriff 'Biofeedback' bedeutet im Folgenden für einen Organismus die durch sinnliche Input-Kanäle vermittelte Präsentation von Information über den Zustand oder die zeitliche Änderung von biologischen Prozessen innerhalb dieses Organismus, mit dem Zweck, ein Maß für die Regulierung oder Steuerung dieser Prozesse zu erhalten, oder einfach nur zum Zweck einer internen Exploration und erweiterten Selbstwahrnehmung. Üblicherweise ist diese Information von einer Art, wie sie sonst dem Organismus nicht zur Verfügung steht. Es setzt aber nicht voraus, dass solch ein externer Indikator nicht auch vermöge disziplinierter Praktiken durch einen internen Mechanismus ersetzt werden kann, über den sich das Subjekt bewusst werden kann, und zwar ohne Hilfe künstlicher Monitoring-System. (Übersetzung H.H.D.)

Aufgeschnapptes:

... tool for the mind ...
... an instrument for the magnification of thought ...
... potentially an intelligence amplifier ...
... augmentation of mental and cognitive structuring in the human brain ...
... Must we always transform to mechanical movements ...? Might not these currents be intercepted ...?
... den Menschen die Bedeutung des Augenblicks näher bringen ...
... den Menschen zu zeigen, wieviel unglaublich schnelle Prozesse in ihrem Hirn ablaufen, von denen Sie meistens nichts merken ...
... Über Biofeedbackgeräte kann man angepasstes oder anderes Verhalten erlernen ...
... zur Indikation von Trance nutzen ...
... Ein Furz enthält mehr Semantik als ein EEG ...

Biofeedback Resources International:

... Wenn man bedenkt, dass Selbstkenntnis und heuristisches (Selbst-) Lernen im Allgemeinen als wichtigste Fähigkeiten angesehen werden, die menschliche Wesen erreichen können, dann versteht man leicht, warum Biofeedback so große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die einfachste Beschreibung ist, dass Biofeedback die Benutzung von Instrumenten zur Rückkopplung von Information über die Psychophysiologie (Geist und Körper) eines menschlichen Wesens auf sich selbst darstellt. Durch diese Information können die meisten Individuen die Kontrolle (Selbststeuerung) einer beliebigen beobachteten Aktivität erhöhen. Es wird aufregend, wenn wir einen Blick auf die Implikationen dieser außergewöhnlichen Steuerungsebenen werfen und was die Vorteile eines solchen Erlernens höherer Ebenen der Selbstregulierung sind ..." (Übersetzung H.H.D.)



EMG:

Das Elektromyogramm (EMG) misst die Stärke der elektrischen Entladungen in den Muskelfasern und quantifiziert daher Kontraktion und Entspannung der Muskeln. Die gemessene Spannung des EMG ist proportional zur Muskelkontraktion. Die elektrischen Entladungen werden vermöge auditorischer und visueller Displays dargestellt, so dass die Person der Muskelspannungen gewahr wird, was üblicherweise sonst nicht der Fall ist. Das EMG-Signal erhält man, indem auf den interessierenden Muskeln Elektroden angebracht werden.

Therapeutisches Beispiel:

The Kegel Perineometer: Biofeedback Twenty Years Before Its Time. Von John D. Perry und Leslie B. Talcott.
"It is tempting to imagine that biofeedback was first widely used to enhance human creativity and perhaps even to achieve 20th Century Nirvana, but in reality the first therapy was for a far more pedestrian purpose: the control of urinary leakage."

Künstlerische Beispiele ...

... finden sich weiter unten unter den gemischten Anwendungen



EEG:

Das Elektro-Encephalogramm (EEG) ist die Aufzeichnung der Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns.

Therapeutische / Medizinische Beispiele und allgemeine Ausführungen:

Brain-Computer Interface (BCI).

Von Thilo Hinterberger et al.
"Patients suffering from amyotrophic lateral sclerosis (ALS), polyneuritis with Guillan-Barré Syndrome, or brain stem infarct are referred to as "locked-in", because they are often completely paralyzed and therefore not able to communicate their needs and feelings. In addition to tetraplegia, control over facial muscles and even over eye movement gets lost with the progredience of the disease. To help such patients to communicate, a brain-computer interface on the basis of self-regulation of slow cortical potentials (SCP) was developed. It works without any muscular activity. Patients just need thoughts to control cursor movements on a notebook screen, therefore the system is called Thought Translation Device (TTD) ..."

Brain-Computer Interface (BCI).

Von Gerd Pfurtscheller et al.
"The brain consists of approximately 10 billion nerve cells that are interlinked in a dense network. Every thought leads to changes in the activities of dispersed neuron populations and to corresponding fluctuations in spontaneous bioelectrical brain activity, the electroencephalogram (EEG). With the help of electrodes applied to the intact scalp, the EEG can be registered, scanned and processed by computer in real time. With applicable mathematical methods, the thought-specific information can be gleaned from the EEG and converted into control signals ..."

Biocybernetics: A New Paradigm in Creating Human - Computer Interfaces.

Interview with Dave Warner.
"I used the term biocybernetics instead of biofeedback because cybernetics means to intentionally control something ... "

OpenEEG

"The OpenEEG project is about making plans and software for do-it-yourself EEG devices available for free (as in GPL) ..."

Spielanwendung:

Project Epoc.

"Project Epoc is a headset that uses a set of sensors to tune into electric signals naturally produced by the brain to detect player thoughts, feelings and expression. It connects wirelessly with all game platforms from consoles to PCs. Project Epoc now makes it possible for games to be controlled and influenced by the player's mind. Engaging, immersive, and nuanced, Emotiv-inspired game-play will be like nothing ever seen before ..."

Künstlerische Beispiele:

André Rangel, Anne-Kathrin Siegel et al: Kephoise

"Particle systems and noise generators modulated by oscillators were controlled by users scalp-electrical-activity digitized by Emotiv EPOC headset."

André Rangel, Anne-Kathrin Siegel et al:: EegSpiral

"While listening to a 2 minutes music composition, users scalp-electrical-activity disturbs the curve of a spiral."

Nikolas Schmid-Pfähler: Tänzer

"Tänzer ist eine interaktive Musikvisualisierung. Durch ein EEG-Gerät interpretiert der "Tänzer" die Stimmung des Zuhörers und stellt diese auf seine eigene Art dar."

Claudia Robles performs Alvin Lucier: Music for a Solo Performance (1965).

Weitere Info hierzu: Creating Interactive Multimedia Works with Bio-data Proceedings of the International Conference on New Interfaces for Musical Expression, 30 May - 1 June 2011, Oslo, Norway.

The Static Organ

Interactive art & experimental music by Kiel Long
"The pieces are made using bio-feedback data that is gathered from brainwave frequency measurements (reading the electrical frequency produced from brain functions). The brainwave frequency information is recorded and measured then used to generate or control aesthetically focused feedback interfaces. All of the feedback given to the user is proportionate to the readings e.g. the higher the frequency the higher pitch of the sound and the more complex the visual. ..."

Unstable Empathy v0.9

Interactive environment, 2010. EEG headset, custom software, 4 channels audio by Mattia Casalegno and Enzo Varriale.
"Unstable Empathy is an intimate environment remediated in real-time by the mind activity of two players which are constantly forced to negotiate their emphatic state. [...] At each session, EEG headsets are being mounted on the heads of two participants which will be positioned in front of each other in complete darkness. With the only prompt to 'feel', the players develop their own methodology of interaction, to finally discover their own physiognomies superimposed and experience their selves as a single entity. ..."

Staalhemel

Von Christoph De Boeck
"Staalhemel ('steel sky') is an interactive installation with 80 steel segments suspended over the visitor's head as he walks through the space. Tiny hammers tap rhythmical patterns on the steel plates, activated by the brainwaves of the visitor who wears a portable EEG scanner. This responsive environment confronts the viewer with an acoustic representation of the electrical brain activities that govern his being at that very moment. ..."

Bodyseismography

Von Angelika Lemb
"Eine Art performatives Biofeedback für mich ... Jede erzeugte Linie ist ein Äußerung dessen, was durch das Wechselspiel der Einflüsse der Außenwelt und der gewachsenen eigenen Innenwelt momentan existiert. ... Als Künstlerin bin ich Seismograph. Bodyseismography bringt diese Erkenntnis auf den Punkt. ..."

INsideOUT

Von Claudia Robles
"This performance is about the materialization of the performer's thoughts and feelings on the stage. In the performance, imagination becomes spatial. The stage is a place for the appearance of the invisible ..."

Emphathizer.

Von robotlab.
"The possibility of interaction between the users brain and the machines makes the machines to a body extension and the brains activity to a subroutine in the control software of the robots ..."

BIOS - Bidirectional Input/Output System.

Von Thomas Tirel, Sven Hahne, Jaanis Garancs und Norman Muller.
" ... consists of a helmet with 16 electrodes (sensors) that get attached to the spectator's head, HMD (head mounted display), EEG device and a computer. The HMD shows images that are synthesized from the impulses, generated from spectator's brain reaction to the images shown a moment before - thus creating a feedback loop..."

Interactive Brain.

Wissenschaftliche und künstlerische Anwendungen von Thilo Hinterberger.
" ... Die direkte Interaktion mit dem Gehirn, auch Neurofeedback genannt, wird durch die Echtzeit-Datenverarbeitung und Präsentation von Gehirnsignalen ermöglicht. Die Lebendigkeit unseres Körpers wird im Wesentlichen mitbestimmt durch das Aktivsein unterschiedlicher rhythmischer Vorgänge, die sich meist unbewusst in uns abspielen. Die Hauptquellen dieser latenten Lebensrhythmen sind das Herz und das Gehirn ..."

Braindrops.

Von Horst Prehn und Werner Cee.
" 'Braindrops' is an interactive, audio-visual performance in the no-man's-land between art and science. A psycho-physical interface makes changes in the recipient's condition immediately visible and audible. The subjective is made objective as self-discovery in the form of images and sounds... "
See also sensystem.

Brain-TV (pdf).

Von Richard Kriesche.
"Das Selbstporträt des Künstlers wird durch dessen eigene Gehirnströme gesteuert."

Wave UFO.

Von Mariko Mori.
"Die Installation besteht aus einem UFO-Modell, in das sich drei Personen für die Dauer von sieben Minuten hineinlegen und mit Gehirnstrom-Messern ausstatten können. Die Gehirnwellen werden an der Decke des runden Raums visualisiert ... "

Brain Wave Chick.

Von Paras Kaul.

Terrain 01

Von Ulrike Gabriel.
"The interactive AL-installation consists of ... cybernetic vehicles ... the movements of the active 'life' depend entirely on the intensity of the light being projected onto the colony of robots ... A brainwave sensor, placed on the head of the interactant, measures his or her brain activity, which is then sent to the system and controls, in turn, the intensity of the projected light ... the more intense or erratic the viewer's brain activity, the less light strikes the robots and the more apathetic the behavior of the colony; or the weaker the brain impulses (the more relaxed the viewer), the more chaotic the movements of the robot colony become ..."
See also sensystem and Terrain - Interaktive Solarroboter Installation.

White Lives on Speakers

Von Yoshimasa Kato.
"... In some ways, our work is influenced by the idea of brainwave-modulated in Tarkovski's SOLARIS."

Thought Conductor

Von Bruce Gilchrist, Jonny Bradley, Jo Joelson.
"Thought Conductor was inspired by the notion: what could have occupied the mind of the musician David Tudor when he performed John Cage's silent composition 4'33"? ... In a live-art context, the signals generated by an individual hooked up to an EEG are converted into passages of musical notation and played by a string quartet."

Orchisoid

Von Masaki Fujihata und Yuji Dogane
Ein experimenteller Roboter für mobile Orchideen. Fujihata und Dogane benutzen eine EEG-Messapparatur zur Messung von "Pflanzen-EEG". Mit Humor hinterfragen die Künstler die Methoden und Aussagen der Gehirnphysiologen. Die Messkurven sehen EEG-Aufnahmen sehr ähnlich. Nach häufiger Interpretation, dass man mit EEG-Aufnahmen Gedanken lesen kann, folgt, dass auch Pflanzen denken. Sie können sich Kraft ihrer Gedanken auch bewegen.
Brainwaves and Plants Von Miya Masaoka
"In the piece, a plant's real-time responses to its physical environment are translated to sound. Highly sensitive electrodes are attached to the leaves of the plant. Scored movements by a human "plant player" stimulate physiological responses in the plant that are monitored via the electrodes and biofeedback wave analysis. The "plant player's" proximity, touch and interactions with the plant are then expressed in sound via midi and synthesizer. During the piece, the plant is brought to a range of physical/psychological states, from calm to agitation ..."

The Interactive Brainwave Drawing Game

Von Sobell
"... Through extensive public participation, Sobell was able to prove that participants are able to influence one another's brainwaves nonverbally ..."



EDA/GSR/PGR:

The Electro-Dermal-Activity (EDA) or Galvanic Skin Response (GSR) or Psycho-Galvanic-Reflex measures a change in the electrical properties of the skin in response to stress or anxiety. It can be measured either by recording the electrical resistance of the skin or by recording weak currents generated by the body. The magnitude of the skin resistance is affected, not only by the subject's general mood, but also by immediate emotional reactions.

Therapeutisches / Medizinsches Beispiel:

The Use of Skin Conductance in Treating Anxiety in Biofeedback.

Von Karissa Rasdal.
"Biofeedback includes some form of relaxation training that aides the patient in gaining a calmer position..."

Künstlerisches Beispiel:

Perversely Interactive System.

Von Lynn Hughes und Simon Laroche.
" 'Perversely Interactive System' is an installation which puts the spectator- participant into relation with a virtual other whose image (s)he controls through a biofeedback device. The piece consists of a large scale video projection and a wireless biofeedback handset that measures galvanic skin resistance...
... The video projection begins with the image of a woman with her back turned. As the participant learns to reduce his or her stress / sweat level this causes the image of the woman in the video to turn around ... "



ATEM:

Breathing activity can be measured using a stretch belt around the breast containing pressure-sensing resistors. The varying lung volume leads to a corresponding electric current. Breathing volume as well as the frequency can be measured by this means. The belt belongs to the class of pneumographs, whereby the more sophisticated inspirometers are used for medical applications. Capnometers measure the carbon dioxide content in the exhaled breath. Breathing can also be detected acoustically by attaching a mircrophone to the nostrils. A sophisticated way to measure breathing activity is to link it to patterns of variation in the heart rate, Respiratory Sinus Arrhythmia (RSA), for example.

Künstlerische Beispiele:

Pas de Deux.

Von Mary Lucking.
"Pas de Deux uses biofeedback to measure and illustrate the tension between two bodies attempting to act in tandem ... In Director, two sets of concentric circles are moved up and down in response to the [breathing] data ... The circle sets are projected in front of the participants. As the circles pass each other, Moire patterns form. The patterns get more and more complex as the circles overlap more and more, and then disappear for an instant as the circles match up perfectly."

Osmose.

Von Char Davies et al.
"Osmose (1995) is an immersive interactive virtual-realty environment installation with 3D computer graphics and interactive 3D sound, a head-mounted display and real-time motion tracking based on breathing and balance. Osmose is a space for exploring the perceptual interplay between self and world, i.e. a place for facilitating awareness of one's own self as consciousness embodied in enveloping space... "

Breath - Interaktives virtuelles Environment.

Von Ulrike Gabriel.
"Die menschliche Atmung als komplexer Regelmechanismus kann zum einen bewusst beeinflsst werden, zum anderen unterliegt sie einem übergeordneten Atemrhytmus. BREATH schafft einen virtuellen Raum, in dem der Betrachter über diesen Regelmechanismus mit einer zeitrelativen kybernetischen Bildwelt verbunden ist. ... "



PULS / HERZFREQUENZ:

Pulse monitoring can be done by using infrared earclip sensors that utilizes infrared light to measure blood flow (cf. Blood Volume Pulse (BVP) sensor). An enhanced method is electrocardiography (ECG) which is a test that measures the electrical activity of the heart. The electrocardiogram is a recording of the electrical activity of the heart as it undergoes excitation (depolarization) and recovery (polarization) to initiate each beat of the heart.

Künstlerische Beispiele:

Light Blaster.

Von Christian Möller.
"... Ein Sensor schließt den Puls des Betrachters an das Computersystem an, so dass die Pulsfrequenz die Bewegung der Lichtfläche im Raum steuert. Ein Lautsprecher hinter der Lichtwand überträgt noch zusätzlich die gemessenen Herzschläge. Die Lichtwand pulsiert also im Rhythmus des Betrachters."

The Heart Chamber Orchestra (HCO).

Von Terminalbeach.
"... HCO is an audiovisual performance. The orchestra consists of 12 classical musicians and the artist duo Terminalbeach. Using their heartbeats, the musicians control a computer composition and visualization environment. The musical score is generated in real time by the heartbeats of the musicians. They read and play this score from a computer screen placed in front of them. HCO forms a structure where music literally 'comes from the heart'."



ALLGEMEINE BESCHREIBUNGEN UND GEMISCHTE ANWENDUNGEN:

Anwendungen in Wissenschaft und Ingenieurswesen:

Computers that can understand emotion.

Von Jason Walton.

Musikalische Anwendungen:

EMO-Synth

Emotion driven music generator by Valery Vermeulen
"The EMO-Synth is an interactive multi-media system where the emotional man-machine interaction plays a central role. During performances and demonstrations the system automatically generates and manipulates sounds and images to direct the user in certain predefined emotional states. As the EMO-Synth project has an outspoken multidisciplinary character its development relies on different techniques stemming from a broad range of domains. These include artificial intelligence, affective computing, psychophysiology, algorithmic music composition and sound and image generation. ..."

Extended musical interface with the human nervous system.

By David Rosenboom.

Profile of Yoichi Nagashima.

Interactive Media Art with Biological Interfaces. See Bio-Sensing Systems and Bio-Feedback Systems for Interactive Media Arts. (pdf)

BioAdapter.

Klanginstallation von fennesz/rantasa/zeitblom.
"Aus der Echtzeit-Bearbeitung der Körpertöne entwickeln die Musiker in einem ca. 40-minütigen Raster individuelle Klangbänder, die den Klienten in den Tanks über Unterwasserlautsprecher zugespielt werden. Bei dem am ZKM installierten System wird durch Bio-Feedback erstmalig die Struktur der Klänge von den Tankinsassen selbst mitgesteuert ..."

Atau Tanaka.

Sensor Music: Biosensors, Sensorband, ...

Visuelle Medien Anwendungen:

Brentford Biopsy.

Von Christian Nold mit Daniela Boraschi.
"In some sense, this object in front of you is a public mirror onto Brentford and the people who live there. It was created purely from the data, information and conversations about the area which were collected by roughly 200 local people."

Psycho-Physical-Mirror.

Von Horst Prehn. Wird beschrieben in Künstliche Spiele, Boer-Verlag.
" 'Face the interface - interface the face' fasst das Grundprinzip des 'Psychophysical Mirror' von Horst Prehn zusammen und vereint programmatisch einen ausgeprägten künstlerischen Ansatz mit medizinisch - wissenschaftlichen Forschungen. Es werden Atemfrequenz, Oberflächenfeuchtigkeit der Haut, Hirntätigkeit und Herzschlag des Probanden mittels verschiedener Sensoren abgefragt. Diese Messergebnisse werden qualitativ und quantitativ analysiert und in eine Vielzahl parametrischer Impulse übertragen. Gleichzeitig zeichnet eine Videokamera die reale Physiognomie des Teilnehmers auf, wie dieser gerade in den Spiegel sieht. Das Videobild dient als Ausgangsmaterial und wird über die Modulationen der Rechnersoftware verändert. Dieses optoelektronische Spiegelbild wird über eine besondere Abbildungstechnik mit dem wirklichen Spiegelbild überlagert, so dass sich ein geschlossener Regelkreis ergibt. Der Betrachter erlebt sich selbst in einer Art 'rückgekoppeltem Blick'."

Living Book of the Senses.

Von Diane Gromala.
"... Die User können auf dynamische Weise mit dem Buch interagieren. Sie können dem Buch (mittels eines Spracherkennungssystems) Fragen stellen und das Buch mittels ihres sensorischen (Bio-)Feedbacks beeinflussen ..."

Audio-visuelle Anwendungen:

Brain Score.

Von Darij Kreuh, Davide Grassi et al.
"It is the first of its kind to attempt to completely avoid physical participation of operators in the management of avatars. The task is achieved by triggering command on a console through a system based on operator's brain waves signals (neurofeedback technology) and an eye movement tracking system."

Room of Desires.

Von Pavel Smetana.
"The aim of this research is to plunge the spectator into an audio-visual environment which is dependent on the changes within his org anism, and in which he participates directly in the creation of completely new sounds and images in real time. In this installation the spectator can find no buttons or joystick and all the biosensors are hidden in the chair. That is why we can say that creates a special type of interactivity : a passive one."

Let the body navigate.

Interview mit George Khut.
"... Experiencing your self as deeply connected to a larger reality, that 'all of nature speaks to me' feeling ... For me personally it was also a response to the disembodying qualities of a lot of popular virtual reality iconographies - this idea that we will download ourselves into a computer and do away with our bodies forever ... entry into aspects of bodily experience in an age when so much of our body is being left out ..."

Cardiomorphologies.

Von George Khut et al.
"... Cardiomorphologies is an interactive installation that enables participants to explore aspects of their own psychophysiology with the aid of a custom designed biofeedback artwork. Audiences interact with Cardiomorphologies on an individual basis for periods of up to thirty minutes at a time ... Breath and heart rate data collected by non-intrusive sensors are used to control a large video projection consisting of a series of halo-like concentric circles that pulsate and blush in time with their own breathing and heart rate patterns. Participants hear their breathing and heartbeats transformed into a gentle sound scape of wavelike noises and subsonic impulses. ..."

SHIFZ - Syntharturalist Art Association

Kollektif bestehend aus Vali Göschl, Agen Tina, Chris Veigl, Magnus Wurzer.
"... SHIFZ are a Vienna (Austria) based art group founded 1996. Their interdisciplinary works revolve around conciousness altering techniques and the challenges of modern technologies ... One of SHIFZ' main aims is to point out the bonds between modern sciences and art in general and to demonstrate the way specific technologies effect artistic production in the 21st century ..."

Choreographie:

Seed/Tree.

Von Claudia Robles.
"Butoh, a modern expressive dance-form developed in Japan in the 1960s, describes the cycle of birth, life and death... In SEED/TREE feelings, associations, mental images and spontaneous impulses are the starting point for the creation of stories, games, and choreography. The breathing and heartbeat of two of the performers produce a sound that is continuously modified by the muscular tension of a third dancer. The movements of the audience in the room also influence the video projections..."

Point de vue.

Von Jean-Marc Matos.
"Le renforcement de la corporalité"

Braindance.

Von Thilo Hinterberger.
"Ohne die Bewegungsfähigkeit unseres Körpers wäre der Geist in uns eingeschlossen!"



LINKS & LITERATUR:

iMAL, Center for Digital Cultures and Technology, Brussels: Tangible Feelings: A symposium on EEG (and biofeedback) for the Arts.

C. Guger, A. Schlögl, D. Walterspacher and G. Pfurtscheller: Design of an EEG-based brain-computer interface (BCI) from standard components running in real-time under windows. Biomed Tech 44, 12-16, 1999.

A. Kübler, B. Kotchoubey, T. Hinterberger, N. Ghanayim, J. Perelmouter, M. Schauer, C. Fritsch, E. Taub, N. Birbaumer: The thought translation device: A neurophysiological approach to communication in total motor paralysis. Exp Brain Res 124, 223-232, 1999.

Gregory Little: Toward an Aesthetics of Synnoetic Interactivity.

Eric Miller: The Biofeedback Network ON-Line Biofeedback Resources.

Horst Prehn: The Neuro-Loop: Biofeedback Interfaces. In: Sciences of the Interface, ed. by Hans H. Diebner, Timothy Druckrey and Peter Weibel, Genista-Verlag, Tübingen, 2001.

Princeton Engineering Anomalies Research.

Chris D. Shaw, Diane Gromala, and A. Fleming Seay: Meditation Chamber.

Christian Skeel and Morten Skriver: The Trapholt Experiment (Ein esoterisches Beispiel zur Messung von Psi-Phänomenen).

Christoph Veigl: Bio- und Neuro-Feedback und deren Anwendung in der Kunst. Präsentationsfolien mit einer Übersicht über die wichtigsten Methoden und Grundlagen von Biofeedback, sowie eine Zusammenstellung künstlerischer Arbeiten.