Hans H. Diebners Forschung

Nichtlineare Systeme und Chaos

Nach anfänglichen Zweifeln noch bis in die 1990er Jahre hinein, ob Chaosforschung überhaupt eine relevante Forschungsrichtung darstellt oder die Fraktale und Attraktoren bestenfalls einen ästhetischen Beitrag liefern, zweifelt heute niemand mehr daran, dass Chaos ein konstituierender Mechanismus von komplexen, vor allem lebenden Systemen ist.

Falls Ihr Browser webGL unterstützt, dann können Sie im Untermenü links einige, teilweise interaktive Illustrationen zu Modellen aus diesem Forschungsschwerpunkt abrufen.

Rössler-AttraktorEine Ikone der Chaosforschung ist der Rössler-Attraktor, hier dargestellt als Rapid-Prototyping-Form, die von Florian Grond erstellt wurde. Dieser chaotische Attraktor ist nach meinem Doktorvater Otto E. Rössler benannt, der in Tübingen lebt und bis zur Pensionierung an der dortigen Universität arbeitete. Definitionen und Eigenschaften zum Rössler-Attraktor gibt es auf scholarpedia.org.

Wesentliche Charakteristika der Stabilität dissipativer Systeme und mitunter Definitionsgrundlage von Chaos stellen die so genannten Lyapunov-Exponenten dar, zu deren numerischer Berechnung meine Arbeitsgruppe beitrug. Wichtige Anwendungsbereiche der Chaosforschung sind Chaos-Kontrolle und Synchronisation.
Rapid-prototyping Skulptur des Rössler-Attraktor von Florian Grond