Hans H. Diebners Forschung

Systembiologie, Medizinische Biometrie, Immuno-Epidemiologische Modelle und Analysen, sowie Modellbildung einfacher und strukturierter (demographischer) Populationen

Seit 01. August 2013 bin ich am IMB-Institut für Medizinische Informatik und Biometrie der TU-Dresden als Senior-Wissenschaftler im Bereich der Systembiologie und Mathematischen Modellbildung biologischer Prozesse tätig. Forschungsschwerpunkte sind Theoretische Immunbiologie und die Entstehung von Leukämien. Aktuell bin ich Postdoc im Rahmen des DFG-Projekts CONTROL-T (Consortium for TCR-mediated Regulation and Oncogenesis in Lymphomas of T cells). Zu den Aufgaben gehört die Modellierung der Pathogenese von T-Zell Leukämie / Lymphoma (MTCL), d.h. die Mechanismen gestörter und ungestörter klonaler T-Zell-Homöostasis. Darüber hinaus bin ich statistischer Berater im Rahmen medizinischer Forschungsaktivitäten der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden.

Während meiner Postdoc-Zeit am Institut für Medizinische Biometrie in Tübingen beschäftigte mich der Malariaerreger Plasmodium falciparum (Malaria tropica) recht intensiv. Ich forschte innerhalb der EU-concerted action "Mathematical Models of the Immunological and Clinical Epidemiology of Plasmodium Falciparum Malaria". Darüber hinaus war ich bei zahlreichen statistisch-biometrischen und immuno-epidemiologischen Forschungsprojekten beteiligt. Zu den Dienstverpflichtungen zählte die statistische Beratung im Rahmen medizinischer Forschungsaktivitäten der Universität Tübingen. Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen des IMB in Tübingen, einschließlich Louis Molineaux, für die wunderbare Zeit dort.

Seit Herbst 2018 rückt die Epidemiologie wieder zunehmend in meinen Forschungsmittelpunkt, und zwar im Zusammenhang zu Antibiotika-Multiresistenzen von Erregern. Neben den epidemischen Dynamiken spielen hier auch Analysen der Heterogenitäten sowohl im Verbrauch von Antibiotika als auch in den Prävalenzen resistenter Keime eine wichtige Rolle. Man erwartet, dass man durch mehr oder weniger zyklische Permutationen in der Verordung von Antibiotika das Aufkommen von Resistenzen deutlich senken kann, doch die genauen Prozesse sind noch unverstanden. Publikationen und ein Forschungsantrag sind in Bearbeitung.

Im Untermenü links können einige, teilweise interaktiven Illustrationen zu Modellen aus diesem Forschungsschwerpunkt aufgerufen werden.